Oft sind die Probleme, die wir mit unseren Hunden haben ganz einfach zu lösen, sehr häufig liegt es nur daran das keine Verbindung besteht. Hunde untereinander kommunizieren unentwegt, alle Rudelmitglieder sind im Augenblick und stets bereit, falls „Gefahr“ droht. Wir Menschen sind leider fast nie im Augenblick, selbst wenn wir mit unseren Hunden unterwegs sind denken wir pausenlos an die Arbeit, unsere Sorgen oder über unser Leben nach, wir telefonieren, grübeln und sind schlicht weg nicht da… was unseren Hund dann gerne dazu veranlasst nicht mehr ansprechbar zu sein oder sich ebenfalls aus dem Staub zu machen. Bis wir mitkriegen was unser Vierbeiner im schilde führt ist es schon zu spät, und der Schuldige ist natürlich auch er.
Ich erlebe es immer wieder, dass in dem Moment, in dem sich das Verhalten vom Menschen verändert, der Hund sein Verhalten ebenfalls verändert. Nehmen wir mal ein Beispiel von mir: Suki ging früher gerne jagen. Da ich mit meinen Gedanken überall nur nicht bei ihr war dachte sie sich „na gut das kann ich auch, dann tut eben jeder was er will.“ Chaos im Rudel.
Seit dem Tag, an dem ich mich bemühe im Hier und Jetzt zu sein ist sie nicht mehr jagen gegangen, außer wenn ich durch eine Unterhaltung abgelenkt war, oder ich mich wieder im Dschungel meiner Gedanken verloren habe.
Es gibt keine finale Lösung, jeder Tag ist eine neue Chance, dass was unsere Hunde uns sagen wollen zu verstehen, und zu sehen welch großartiges Geschenk das ist. Ich muss sagen ein Spaziergang, bei dem ich gedanklich ganz bei Suki bin, mir den Wald bewusst ansehe, sie bewusst ansehe ist tausendmal schöner als einer bei dem ich über meine Pläne, Sorgen und Nöte nachdenke.