Ich sehe es immer wieder, jemand geht mit seinem Hund spazieren, sobald der Hund schnüffelt oder „zu lange“ schnüffelt wird er an der Leine weitergezogen oder weitergetrieben. Oft wird dies auch genauso in Hundeschulen gelehrt, der Hund muss sich dem Tempo des Menschen anpassen und man darf ihm ja nichts durchgehen lassen sonnst verliert man seine Alphastellung beim Hund. Mich machen solche Aussagen sehr traurig. Natürlich testen Hunde unsere Qualitäten als Rudelführer, wir würden unser Leben ja auch nicht dem Erstbesten anvertrauen, ohne zu Prüfen ob der weiß was er tut, aber sie sind keineswegs darauf aus uns immer und überall zu stürzen. Es ist die Natur des Hundes sich für Gerüche zu interessieren, dies sind in den absolut wenigsten Fällen Machtspielchen, und wenn es sich um eine beliebte Makierungsstelle handelt, kann dies schon mal ein bisschen länger dauern. Wir vergessen oft das unsere Hunde, die meiste Zeit des Tages wenig von uns haben, weil wir fast immer mit irgendetwas beschäftigt sind. Diese Zeit am Tag, die Spaziergehzeit sollte dafür nur unseren Hunden gehören, dabei sollten sie auch so lange an einer Stelle schnüffeln dürfen wie sie wollen. Ich war früher auch der Meinung ein Hund brauche viel Bewegung, was zum Teil auch stimmt, aber noch wichtiger ist das Schnüffeln. Ich gehe mittlerweile nach Zeit und nicht mehr nach Km spazieren, Suki kann in dieser Zeit so lange an einer Stelle schnüffeln wie sie möchte während ich auf sie warte und mir derweil einen Baum oder einen Vogel ansehe. Ich möchte Dich mit diesem Beitrag von nichts überzeugen, ich möchte Dich nur anregen darüber nachzudenken und Dich dazu ermutigen auf Dein Gefühl zu hören, wie fühlt es sich an wenn Du deinen Besten Freund am Halsband weiterzieht weil es in der Hundeschule so kommuniziert wurde? Achte mal darauf, wir hören mittlerweile viel zu viel auf andere, anstatt uns selbst zu befragen wobei wir uns wohlfühlen und wobei nicht.