Als ich meine Hündin bekam sprang ich zuerst auch auf den Leckerli Zug auf, ich stellte aber sehr schnell fest, dass diese Methode meine Probleme nicht lösen konnte, da an der Grundthematik nichts verändert wurde. Sie Vertraute mir in manchen Situationen zu wenig, um sich völlig auf mich zu verlassen, und in anderen Situationen hatte sie keinen Respekt vor mir. Das konnten auch Leckerli nicht ändern, im Gegenteil, der Versuch sie abzulenken oder zu bestechen machte alles nur noch schlimmer. Wenn etwas anderes wirklich interessant war, zum Beispiel ein anderer Hund oder ein Hase konnte ich mir mein Leckerli in die Haare schmieren.

Sie sah mich oft mit einem Blick an als wollte sie sagen, „las dir doch endlich was anderes einfallen.“ Oder sie war nur auf das besonders schmackhafte Leckerli fixiert und gar nicht mehr vorhanden. Es schockierte mich, ihre sonst so ausdrucksstarken Augen so leer zu sehen. Ich spürte keine Verbindung mehr zu ihr und mir wurde klar, dass ich einen anderen Weg finden musste. Meine persönliche Erfahrung mit dem Leckerli Modell war also nicht von Erfolg gekrönt, und so machte ich mich auf die Suche nach Alternativen. Heute muss ich sagen „Danke, mein bezauberndes Mädchen!“ Denn der Weg, der sich mir dadurch erschloss, enthielt so viele interessante, unglaubliche und wundervolle Dinge, das sich mein ganzes Leben dadurch verändert hat. Ich nehme Hunde nun als das wahr was sie sind, Familienmitglieder, Freunde und vor allem Lehrer in der Schule des Lebens.