Zuerst sollte ein Hundetrainer und/oder Halter nicht darauf aus sein das unerwünschte Verhalten zu korrigieren bzw. abzudrehen, sondern herausfinden was das Verhalten überhaupt auslöst, und welches Motiv dahintersteckt. Hunde reagieren aus den unterschiedlichsten Gründen aggressiv, Angst, Unsicherheit, Frust und Verzweiflung sind nur einige der möglichen Motive. Einen Hund der z.B. wahnsinnig gerne Kontakt zu Artgenossen haben möchte, diesen aber nicht bekommt und deshalb frustig aggressiv reagiert muss ich sonst sein ganzes Leben lang korrigieren, je nach Methode (leider sind sehr viele gewalttätige und auch tierschutzrelevante Methoden in Umlauf) kann das den Hund erst richtig aggressiv werden lassen. Wenn ich einen solchen Hund den Kontakt zu seines gleichen (anfangs unter kontrollierten Bedingungen) wieder erlaube hat sich das Thema „von selbst“ erledigt. Wenn der Hund aus Unsicherheit heraus aggressiv reagiert, so wie mein Lenny das getan hat ist es meine Aufgabe ihm Sicherheit zu geben, sobald er das annehmen kann hat sich das Thema erledigt, was bei Lenny heute nach 6 Monaten schon in 97% aller Fälle funktioniert, und er war ein wirklicher Härtefall, bei den meisten Hunden würde das weit schneller gehen. Was halte ich also von dem Ausdruck „Red Zone“ Hund? Garnix. Kein Hund zeigt sich ohne Grund aggressiv und meistens auch nicht den ganzen Tag, sondern nur in bestimmten Situationen. Den ganzen Hund dann als gefährlich zu bezeichnen passt für mich persönlich nicht. Oft ist die Lösung für aggressives Verhalten unglaublich einfach, in dem ich die Wurzel finde und dem Hund das gebe was er braucht. Schließlich gebe ich meinem Hund auch nicht sein ganzes Leben lang Antibiotika, weil ich nicht weiß welche Krankheit er hat, sondern ich suche mir einen Tierarzt der es herausfindet und dann behandle ich das was er hat. Das „Hundetrainer“ aller Länder, sogar im TV meinen man müsse überaus gefährliche „Red Zone“ Hunde zu Boden drücken, schlagen, physisch und psychisch bedrängen, oder sie mit Würge- und Stromhalsbändern malträtieren und dies dann auch noch damit rechtfertigen das es bei diesem unfassbar gefährlichen Hund gar nicht anders möglich sei ist Unsinn. Der Ausdruck ist für mich nicht mehr als ein Marketinggag um Tierquälerei zu rechtfertigen.

Wer also einen hoffnungslosen „Red Zone“ Hund hat kann auf meine Unterstützung zählen. Ich zeige Dir wie du wieder Vertrauen in dich und deinen Hund bekommen kannst, ganz ohne Gewalt und fragwürdigen Methoden.

„Gewalt beginnt dort wo Wissen endet“ Albert Einstein