Heute möchte ich eine persönliche Erfahrung mit euch Teilen. Meine Suki war lange im Tierheim und als sie zu mir kam war schnell klar, dass es einige Baustellen gab. Eine der größeren Themen war die „Leinenagressivität“ sobald wir einen Hund an der Leine trafen und an diesem vorbeigehen sollten, tickte sie völlig aus. Mehrmals wurde mir von anderen Hundehaltern geraten sie am Genick zu packen und zu unterwerfen, oder ihr eine mit der Leine zu verpassen, was ich natürlich nicht tat. Es gab jedoch eine Zeit, in der ich wirklich sehr verzweifelt war und darüber nachdachte ob diese Leute wohl recht hatten, konnte man einem Hund nur so beibringen, dass er soetwas nicht tun sollte… Ich entschied mich lieber damit zu leben und jeder Hundebegegnung aus dem Weg zu gehen anstatt den „Rat“ anzunehmen. Kurz darauf bin ich auf Maja Nowak, bei der ich später auch meine Ausbildung gemacht habe, gestoßen. Ich lernte, dass es sehr viel auf den Menschen ankommt. Wenn ich schon angespannt und mit Befürchtungen in eine solche Situation gehe kann das nur schiefgehen. Hunde spüren wie es uns geht und wenn sie spüren, dass wir eine Situation nicht im Griff haben und uns unsicher fühlen, entscheiden sie eigenmächtig. Das verblüffende ist, dass jeder Tag anders war. Je nachdem wie es mir ging. An manchen Tagen konnte ich auf einem schmalen Weg ohne Probleme einen anderen Hund passieren, am nächsten Tag waren wir auf einem breiten Weg und der selbe Hund brachte sie völlig zum ausrasten obwohl sogar mehr Platz vorhanden war. Wenn ich dann ganz ehrlich hinterfragte wie es mir bei den Begegnungen gegangen ist, was ich gedacht und gefühlt habe, konnte ich IMMER einen Zusammenhang erkennen. Also arbeitete ich an mir, um in solchen Situationen gelassen zu bleiben und ihr ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Wenn ich die Situation im Griff habe, braucht sie nicht eigenständig handeln und wir können ganz entspannt an dem anderen Hund vorbeigehen.