Das Thema Leinenziehen kennt fast jeder. Auch Lenny zieht gerne und ausdauernd. Mein Ansatz zu diesem Thema: Ich stelle eine Grenze auf, Lenny darf hinter mir tun was er möchte, wenn er schnüffelt warte ich natürlich auf ihn und wenn er ein Stück in den Wald spazieren möchte darf er das auch. Die einzige Regel ist das er meine Körpergrenze nicht überschreitet. Zum einen zieht er damit nicht an der Leine und zum anderen sehe ich Reize (Spaziergeher, andere Hunde, Rehe und Hasen) vor ihm und kann ihn dementsprechend informieren wie er mit der Situation umgehen soll. Warum wende ich hier kein Kommando wie „Bei Fuß“ an… Ich bin kein Fan von Kommandos denn sie sind ein Monolog des Menschen, bei dem der Hund die ganze Zeit über etwas ausführen muss. Das ist für unsere Vierbeiner anstrengend und hat nichts mit ihrer Natur zu tun. Ein Leithund in einem natürlichen Rudel sagt einem Mitglied seiner Gruppe schließlich auch nicht, „Bei Fuß“ sondern er greift nur ein wenn ein Hund etwas unterlassen soll. Alles andere wäre Energieverschwendung und würde den anderen Hund auf kurz oder lang in den Wahnsinn treiben.

Das ist auch einer der Gründe warum viele Hunde gar nicht mehr auf ihre Menschen hören. Sie haben gelernt das „Geräusch“ das ihnen den ganzen Tag sagt was sie wie tun sollen, auszublenden. Zu ihrer Verteidigung: wir Menschen würden auch nicht auf einen Chef hören, der uns permanent mit Anweisungen nervt die für uns keinen Sinn ergeben.

Daher Stelle ich eine Grenze auf und Lenny hat das Recht diese zu hinterfragen. Sobald er sieht, dass ich dabei bleibe konzentriert er sich auf die Dinge, die ihn interessieren wie z.B. Schnüffeln.