Hunde untereinander Konditionieren sich nicht und sie Bestechen sich auch nicht, sie sind miteinander verbunden und sie kommunizieren miteinander, das ist ganz einfach die hündische Art, so sind sie von Natur aus.

Das ist nichts was sie lernen müssten und es ist auch nichts was man ihnen abgewöhnen kann.

Das ein Hund etwas haben will oder belohnt werden soll, wenn er etwas gut macht ist wiederrum eine menschliche Denkweise, die eigentlich auch für uns nicht natürlich ist und eine Folge der Anpassung darstellt. (siehe dazu den Beitrag – Warum leben wir Menschen eigentlich mit Hunden?)

Hunde sind uneigennützige Wesen, alles was sie von uns wollen ist wahrgenommen und angenommen zu werden. Mit jeglicher Form von Bestechung und Konditionierung mache ich mich als Entscheidungsträger unseriös, da dies für Hunde keinen Sinn ergibt – kein Leithund würde einen Gruppenmitglied ein Leckerli „hinhalten“. Hinzu kommt das wir Menschen mit diesen Methoden sehr häufig Probleme erst recht kreieren, dazu ein Beispiel:

Der Hundehalter möchte nicht das sein Hund jagen geht, sobald der Hund eine Spur aufnimmt ruft er den Hund – dieser kommt und dann gibt’s ein Leckerli – der Hund hat binnen kürzester Zeit gelernt, „ich tue so als würde ich eine Spur aufnehmen und dann bekomme ich was“ – daraufhin nimmt er auch Spuren auf wo eigentlich gar keine sind. Und wenn eine Spur wirklich heiß ist hält ihn dieses Spiel natürlich nicht vom Jagen ab.

Oder: der Hundehalter möchte das sein Hund keine Menschen mehr anbellt oder anspringt, jedes Mal wenn er das tut sagt er „Nein!“ zückt ein Leckerli und der Hund lernt „ich pöble Menschen an und bekomme was“. Die besonders schlauen Konsorten vermehren das eigentlich unerwünschte Verhalten daraufhin und der Mensch wundert sich warum plötzlich alle Menschen angebellt oder angesprungen werden wo es doch früher nur einige „Unsympathen“ waren.
Man gibt sich dann damit zufrieden das der Hund aufhört, wenn er ein Leckerli bekommt und ignoriert das gleich darauf das nächste Opfer anvisiert bzw. die nächste Spur gesucht wird.

Es gibt unzählige Modelle und Methoden von positiver Bestärkung, Futterentzug, bis hin zu Gewalteinwirkung am Hund (physisch und psychisch) doch haben sie alle eines Gemeinsam – Es wird fast immer das Verhalten beeinflusst oder korrigiert, es wird also lediglich das Symptom behandelt, und nur sehr selten wird an der Ursache – an der Wurzel gearbeitet, dabei wäre genau das die nachhaltigste, fairste und intelligenteste Lösung.