Oft wundere ich mich wie wenig wir über unsere Fellnasen, ihre Natur und ihr Verhalten wissen. Man liest von Studien über den Wolf und was die Wissenschaft daraus über unsere Hunde schließt. Mich persönlich verwirren solche Artikel meist völlig. Den Hund mit dem modernen Wolf gleichzusetzen wäre das selbe wie uns Menschen mit Schimpansen gleichzusetzen.

Dazu ein wirklich lesenswerter Artikel.
https://www.lumpi4.de/der-hund-stammt-vom-wolf-ab-oder-nic…/

Ich bin kein Wissenschaftler aber mein Hausverstand und mein Gefühl sagen mir das, wenn wir etwas über Hunde erfahren wollen wir auch Hunde beobachten sollten. Es gibt immer noch einige Möglichkeiten natürliche Hunderudel zu beobachten, gerade in ärmeren Ländern, in denen sie sich selbst versorgen, kann man sie noch finden.

Als ich auf Maja Nowak (bei der ich später auch meine Ausbildung machte) gestoßen bin und ihr Buch „Wanja und die wilden Hunde“ las war ich wie elektrisiert und auch sehr verwundert darüber das so wenig von dem was sie beobachten konnte und von den Hunden selbst erfahren hatte der breiten Masse bekannt war. Sie lebte sieben Jahre in einem russischen Dorf abgeschieden vom Rest der Welt mit 10 wilden und halbwilden Hunden und beobachtete diese, ohne sie zu dressieren, zu erziehen, zu dominieren, oder sonstiges.

Leider gibt es sehr wenige Menschen, die sich aufmachen das zu beobachten auf was es ankommt, nämlich das Verhalten und Wesen von Hunden. Seither habe ich vieles an Hundeverhalten beobachtet und vieles darüber erfahren dürfen. Ein anspringen ist nicht immer ein anspringen, ein anbellen nicht immer ein anbellen, ein fletschen nicht immer ein fletschen. Suki fletscht zum Beispiel die Zähne, wenn sie auf ihre allerliebsten Menschen trifft, oft tut sie das auch bevor sie Küsse verteilt was schon einige Male dazu geführt hat das sich der eine oder andere ziemlich erschrocken hat dabei ist das ihre Art zu sagen „Ich liebe dich!“ Jeder der sich mehr auf sein Gefühl als auf seine Augen verlässt kann dies ganz deutlich spüren. Das Verhalten unserer Hunde passt genauso wenig in ein Lexikon wie ihr individuelles Wesen. Während der eine Hund auf einen fremden Menschen zugeht, um nachzusehen ob dieser Futter für ihn eingesteckt hat, will ein anderer mit dem Wesen Mensch in Kontakt kommen. Manche Hunde springen ihren Menschen maßregelnd an andere wollen eine Information weitergeben oder erhalten, oder sie wollen einen auf liebevolle weise fressen. 🙂 

Wenn Du anfängst die Motivation hinter einem Verhalten wahrzunehmen und hinzufühlen kannst du dir das Lexikon und die damit verbundene Zeit sparen. Das genaueste Lexikon der Welt ist immer bei uns – unser Bauchgefühl.
Hier noch ein sehr schönes Video von Maja das einen guten Einblick gibt wie unfassbar fein Hunde kommunizieren.

Viel Spaß beim Entdecken einer neuen Welt!
https://www.youtube.com/watch…