Chemische Floh- und Zeckenmittel (Halsband, Spot – on, Tablette) sind Nervengifte. Diese Folgen können auftreten: Verhaltensstörungen, Krämpfe, Hautveränderungen, Epilepsie, Schlappheit, Fressunlust, uvm. Natürliche Mittel gibt es zu tausenden und nicht alle sind wirksam bzw. wirkt bei jedem Hund etwas anderes.
Doch zuerst einmal stellt sich die Frage neigt mein Hund überhaupt zu Zecken und Flöhen? Wenn nicht gibt es (eigentlich) keinen Grund „vorsorglich“ Chemie anzuwenden. Auffällig ist das Hunde die anständig ernährt werden, (siehe dazu – https://www.zusammengluecklich.at/blog-ernaehrung/ ) regelmäßig entgiftet werden, und selten bis nie chemische Medikamente, Wurmkuren und Impfungen erhalten fast keine Zecken haben, auch ohne Vorsorge – also wäre vielleicht genau das die beste Vorsorge?

Das Dosen – und Trockenfutter das vollgepumpt ist mit Geschmacksverstärkern und chemischen Zusätzen sowie minderwertigem Protein (Eiweiß) verleiht dem Hund einen Geruch der auch für Parasiten interessanter scheint. Natürlich gibt es auch Gegenden in denen eine solche Vorsorge alleine nicht reicht, so wie auch bei uns Zuhause in der Zeckenhochburg Forstheide.

Ich habe über die Jahre einiges probiert da ich meiner Suki die Chemiekeule immer ersparen wollte. Die Warnhinweise alarmierten mich und mein Gefühl wehrte sich vehement dagegen ein solches Mittel anzuwenden. Wenn mein Hund mit einem Halsband oder nach der Behandlung mit einem Spot on in kein Gewässer soll, ich diese Teile nur mit Handschuhen berühren darf, und vor dem engen Kontakt mit Menschen und vor allem mit kleinen Kindern ausdrücklich gewarnt wird frage ich mich ehrlich welche Folgen das für ihn und seine Organe hat – denn natürlich wird das Zeug über die Leber verstoffwechselt und natürlich belastet das Gift den Organismus auch wenn das die Werbung anders angibt.

Die Tabletten kamen ebenfalls nicht in Frage, hierbei wird das Gift über die Magen- und die Darmschleimhaut und anschließend über die Blutbahn im gesamten Körper des Hundes Verteilt. Die Parasiten werden über die Blutmahlzeit vergiftet, dafür müssen sie aber erst 6-12 Stunden saugen. Das Blut des Hundes vergiftet also den Parasiten, das ist keineswegs so harmlos wie es gerne dargestellt wird, immerhin sind Zecken unglaublich zähe Viecher.

Für mich persönlich war es keine Option aus Angst vor Zecken und den Krankheiten die sie übertragen können meinen Hund zu vergiften und damit den Weg für andere Krankheiten zu ebnen. Mir sind mittlerweile einige Mittel und Tierärzte bekannt die mir diese Angst genommen haben, denn es gibt gegen wirklich alles etwas.

Was kann man nun zur natürlichen Zeckenabwehr alles ausprobieren? Hier meine Liste, manche Punkte habe ich selbst versucht andere habe ich in meinen Büchern gefunden. Wenn du den natürlichen Weg versuchen möchtest kannst du folgendermaßen vorgehen: Schau dir die Liste durch und achte auf dein Bauchgefühl, wähle das was dich intuitiv am meisten anspricht und versuch es zuerst einmal damit, wenn es nicht klappt kannst du immer noch etwas anderes bzw. zusätzliches probieren und im Notfall auf die Chemie zurückgreifen.

Gegen Zecken:

• Der Zeckenschreck mit Zistrose – es kann 2-4 Wochen dauern bis der Schutz wirklich aufgebaut ist: https://www.naturfutterlaedchen.eu/Zeckenschreck-180-g

• Halsbänder mit EM (Effektive Mikroorganismen) bekommt man bei Nina Schuller – Lasertherapeutin

• Knoblauch täglich eine Zehe ins Futter, bei kleinen Hunden nur eine halbe Zehe, bei sehr kleinen Hunden nur ein Drittel einer Zehe verwenden (Nicht überdosieren da er in sehr großen Mengen schaden kann.)

• Schwarzkümmelöl ins Fell reiben und 1x wöchentlich ins Futter (½ TL pro 10kg Körpergewicht oder täglich ins Futter dann allerdings nur tröpfchenweise) nicht überdosieren und nicht bei Leberschäden oder Leberkrankheiten anwenden da es in zu hoher Dosierung die Leber belastet. Wer sichergehen möchte gibt Mariendistel hinzu, diese stärkt und schützt die Leber.

• Bärlauch – Ein Hund mit 20kg kann in der Woche 3 – mal 5 Blätter klein geschnitten ins (hochwertige und chemiefreie) Futter bekommen. (Nicht überdosieren da er in sehr großen Mengen schaden kann.)

Gegen Zecken und Flöhe:

• Natürlicher Spot on: https://www.bogar.com/…/bogar-fuer-hu…/anti-parasit-produkte

• Natürlicher Spot on: https://www.amazon.de/Amigard-Spot-Hund-bis-15/dp/B00DIAAL2G

• Kokosöl ins Fell und ins Futter

Auch Per Naturam hat einiges gegen Flöhe, Milben und Zecken zu bieten:

• https://www.shop-pernaturam.de/hunde-c3760?a58=2322

Was mache ich? Abgesehen von den anfangs genannten Vorsorgemaßnahmen hat sich bei meinen Hunden ein Spray aus ätherischen Ölen bewährt. Selbst in extrem zeckenreichen Gegenden haben wir damit fast keine Zecken die anbeißen, (1-3 die Woche, bei beiden Hunden!) und auch Gelsen kann man damit wunderbar fernhalten. Das funktioniert natürlich bei Mensch und Hund. Nur muss man sie damit täglich am besten vor jedem Spaziergang einsprühen. Nach dem Spaziergang sammle ich die Zecken die krabbeln runter, das sollte man allerdings auch bei chemischen Mitteln tun da selbst diese keinen 100% Schutz bieten. Für den Spray gebe ich je 10 Tropfen ätherisches – Nelken, Lavendel und Citronella Öl in eine 50 ml Sprühflasche aus Glas (Plastik eignet sich nicht da Ätherische Öle das Plastik angreifen und zersetzen können) fülle das Ganze mit destilliertem Wasser auf, gut durchschütteln und – fertig. Auch hier auf die Qualität achten da gepanschte Ätherische Öle gesundheitsschädigend sind. Sonnentor, Feeling, Farfalla haben z.B. sehr gute Bio Öle.

Falls du gute Erfahrungen mit einem natürlichen Mittel gemacht hast würde ich mich freuen, wenn du diese in den Kommentaren mit uns teilst. Ich weiß es wird bei natürlichen alternativen zur Zeckenabwehr immer wieder diskutiert ob dieses oder jenes überhaupt wirksam ist aber die Wahrheit ist – jeder Hund ist anders und bei jedem funktioniert etwas anderes. Das macht den natürlichen Weg bei diesem Thema etwas schwieriger als eine Tablette einzugeben oder ein Halsband umzuhängen, ob es das Wert ist kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Wie immer – höre auf dein Gefühl…

www.zusammengluecklich.at

Quellennachweise:
Buch: Tierärzte können die Gesundheit ihres Tieres gefährden – Dr med. vet. Jutta Ziegler
Buch: Heilpflanzen für Hunde – Dr. med. vet. Alexandra Nadig
Buch: Praxisbuch für Tierheilpraktiker – Kristina Vormwald
Buch: Keine Menschlichkeit in der Tiermedizin – Dr. med. vet. Dirk Schrader
Buch: Schwarzbuch Tierarzt – Dr med. vet. Jutta Ziegler
Buch: MMS für Tiere – Monika Rekelhof