Heute möchte ich einen Ausschnitt aus dem Buch von Fr. Dr. med. vet. Jutta Ziegler „Tierärzte können die Gesundheit ihres Tieres gefährden“ mit dir teilen. Wie schon im Impfbeitrag erwähnt gehört sie zu den erfahrensten Tierärzten des Landes und zu den gefragtesten im gesamten deutschsprachigen Raum. „Leider ist es bei vielen Züchtern zur Gewohnheit geworden, Welpen alle 14 Tage chemisch zu entwurmen. Das diese häufigen Entwurmungen für den Darm bedeuten, scheint niemanden zu interessieren. Auch in Tierarztpraxen wird völlig sorglos mit diesen Mitteln umgegangen, jeder soll und kann, am besten so oft wie nur möglich entwurmen.“ … „Chemische Wurmkuren wirken im Darm wie Antibiotika oder sind sogar Antibiotika (Metronidazol). Das bedeutet das es zu massiven Schädigungen in der Darmflora kommt. Wird erst einmal mit der chemischen Entwurmung begonnen, wird der Darm immer anfälliger für weitere Wurminfektionen. Ständige Wurmkuren sind damit äußerst schädlich und bereiten den Boden für andere Erkrankungen, vor allem auch für Infektionen. Die Widerstandskraft gegen solche Infektionen, vor allem beim Welpen, wird mit der Verabreichung von chemischen Wurmmitteln drastisch herabgesetzt. Schädlich, nutzlos und damit völlig überflüssig sind auch die sogenannten prophylaktischen Kuren, die beim erwachsenen Hund bis zu viermal pro Jahr „empfohlen“ werden. Kotuntersuchungen, um überhaupt einen Wurmbefall feststellen zu können, werden nicht oder nur sehr selten durchgeführt. Für den Welpen ist der Kontakt mit Wurmeiern aber notwendig, um ein intaktes Immunsystem aufzubauen. Man kann und soll ihn deshalb nicht verhindern. Durch die Verabreichung chemischer Wurmkuren wird das Immunsystem nicht ausreichend „trainiert“ und ist später nicht gegen eventuelle Erreger gewappnet. Welpen die ständig entwurmt werden sind im späteren Leben viel anfälliger für Infektionen wie Borreliose, Leishmaniose und viele andere mehr. Natürlich auch für weitere Parasiten.“

Was kann man also tun um sich und seinen Hund das zu ersparen?

Keine „vorsorglichen“ chemischen Wurmkuren. Eine Entwurmung wirkt immer nur akut indem sie vorhandene Würmer abtötet. Wenige Tage nach der Entwurmung kann sich der Hund theoretisch schon wieder infizieren. Daher kann man auf diese Maßnahme getrost verzichten. Hinzu kommt das durch die unsachgemäße und übertriebene Anwendung von Antiparasitika auch Darmparasiten immer häufiger Resistenzen entwickeln, so werden die Mittel immer stärker, die Belastung für den Hund immer größer und die Nebenwirkungen und Krankheiten die das Ganze mit sich bringt werden immer besorgniserregender.

Viel sinnvoller und zudem völlig unproblematisch sind regelmäßige Kotuntersuchungen dazu sammelt man an drei aneinander folgenden Tagen etwas Kot ein und lässt ihn von einem Labor untersuchen, hier ein Vorschlag meinerseits: https://wurmbekampfung.eu/

Falls ein Wurmbefall vorliegt oder du einer Kotuntersuchung nicht vertraust kann man genauso gut mit natürlichen Mitteln entwurmen.

Hier einige Möglichkeiten die gut bis hervorragend funktionieren:

• Geraspelte rohe Karotte + Kokosflocken ins Futter geben

• Knoblauch täglich eine Zehe ins Futter, bei kleinen Hunden nur eine halbe Zehe, bei sehr kleinen Hunden nur ein Drittel einer Zehe verwenden (Nicht überdosieren da er in sehr großen Mengen schaden kann.)

• Bärlauch – Ein Hund mit 20kg kann in der Woche 3 – mal 5 Blätter klein geschnitten ins (hochwertige und chemiefreie) Futter bekommen.
Oder als Frühjahrskur angewandt eine Woche lang täglich 3 Blätter ins Futter – bei sehr kleinen Hunden die Ration halbieren. (Nicht überdosieren da er in sehr großen Mengen schaden kann.)

• Getrocknete Walnussblätter, zu Pulver gerieben und ins Futter gegeben töten Darmparasiten zuverlässig ab

• Hier ein natürliches fertiges Mittel:
https://www.shop-apotheke.at/…/cd-vet-wurm-o-vet-forte-fuer…

• Auch Per Naturam hat einiges gegen Würmer zu bieten:
https://www.shop-pernaturam.de/hunde-c3760?a58=1687

• Und auch die Dr. Ziegler hat natürliche Alternativen zur chemischen Wurmkur: https://www.naturfutterlaedchen.eu/Parasiten_1

Ein gesunder Hund der ein leistungsstarkes Immunsystem hat kommt selbst mit Würmern zurecht, diese können sich nur im Übermaß ansiedeln wenn die Körpereigene Abwehr nicht richtig funktioniert.

Als Hundehalter sollten wir die gängige und weit verbreitete Praxis regelmäßig chemisch zu entwurmen kritisch hinterfragen und uns selbst eine Meinung bilden. Ich weiß – jeder möchte nur das Beste für seinen Hund doch leider neigen wir dazu die Entscheidung was das Beste ist dem Tierarzt zu überlassen, dabei können nur wir wissen was für unseren Hund passt und was nicht. Wir sollten uns im klaren darüber sein, was eine chemische Wurmkur bewirkt und was sie für unseren Hund bedeutet. Auch unter Tierärzten wächst die Zahl derer stetig die, die gängige Praxis für überflüssig und verantwortungslos halten. Es liegt in unserer Hand und es ist ganz alleine unsere Entscheidung was unser Hund bekommt und was nicht.

Ich hoffe sehr das ich dich mit diesem Beitrag informieren konnte. Wenn du Fragen hast kannst du diese natürlich gerne in den Kommentaren stellen.

Alles Liebe, Miriam

www.zusammengluecklich.at

Quellennachweise:
Buch: Tierärzte können die Gesundheit ihres Tieres gefährden – Dr med. vet. Jutta Ziegler
Buch: Heilpflanzen für Hunde – Dr. med. vet. Alexandra Nadig
Buch: Praxisbuch für Tierheilpraktiker – Kristina Vormwald
Buch: Keine Menschlichkeit in der Tiermedizin – Dr. med. vet. Dirk Schrader
Buch: Schwarzbuch Tierarzt – Dr med. vet. Jutta Ziegler
Buch: MMS für Tiere – Monika Rekelhof