Ein großes Thema in unserer menschlichen Welt. Wie oft akzeptieren wir unsere Mitmenschen nicht wie sie sind und versuchen sie, oft mit allen Mitteln zu verbiegen. Bei unseren Hunden ist das nichts anderes…

Dazu das Beispiel von Lenny:
Er ist nunmal sehr wachsam und würde am liebsten ALLES beschützen. Diesen Hunden (Herdenschutzhunden) wurde genau dieses Verhalten vom Menschen angezüchtet.

In unserer modernen Welt, in der die meisten von uns, keine Herde zu beschützen haben, ist diese Art von Hund nun fehl am Platz. Schließlich meldet er meist alles, ist Fremden gegenüber skeptisch, für kleine Kinder eher nicht geeignet, und meistens gibt es schon nach kurzer Zeit Probleme, weil er seine Familie oder gewisse Mitglieder so stark beschützt, dass niemand mehr in ihre Nähe kommen kann.
Ich könnte jetzt denken „Der wird mir nicht zu lustig“ und versuchen sein Wesen zu brechen. Bei Lenny wurde genau das schon einige Male versucht. Zum Glück ist er ein so hartnäckiger, zäher, Sturkopf das sich alle, die es versucht haben, die Zähne an ihm ausgebissen haben. Bis einer dieser Menschen sogar meinte man müsse ihn einschläfern.

Warum funktioniert es also bei mir?
Weil ich ihn akzeptiere wie er ist. Ich arbeite mit ihm und nicht gegen ihn. Natürlich setze ich ihm klare Grenzen, denn es geht nicht, dass er mich von meinen Mädels fernhält oder sein Futter, wenn ich nur in seine Nähe komme, verteidigt. Dabei bleibe ich aber IMMER friedvoll und so, kann er es auch annehmen.
Oft haben unsere Hunde gewisse Eigenheiten, die uns nicht gefallen. Wenn wir aufhören gegen diese Bestandteile ihres Wesens zu kämpfen und anfangen ihnen in Akzeptanz zu begegnen, können wir lernen mit diesen Eigenheiten umzugehen. Dadurch werden wir eine tiefere Verbindung zu unseren Hunden gewinnen und auch eigenen Frieden erlangen, schließlich kämpft kein Mensch gerne gegen seinen Hund.